Reiseziel Deutschland

Deutschland Facts:

Fläche: 357 000 km² | Campingplätze: ca. 2700 | Einwohnerzahl: 83 Millionen | Landessprache: Deutsch | Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent | Telefonvorwahl aus dem Ausland: 0049 + Ortsvorwahl ohne 0 + Teilnehmer-Nummer | Mobiltelefon: Telefonieren ist während der Fahrt nur mit einer Freisprechanlage erlaubt. | Notruf: 112 | Grenzübertritt Personen: Pass / Personalausweis. | Grenzübertritt Haustiere: EU-Heimtierausweis, Tollwutimpfung (21 Tage bis 12 Monate alt), Mikrochip zur Identitätskennzeichnung. Einfuhr von Kampfhunden verboten. | Grenzübertritt Kraftfahrzeuge: Führerschein. Zulassungsbescheinigung Teil 1. Internationale Grüne Versicherungskarte. | Geschwindigkeitsbegrenzungen: Pkw Straße: 100 km/h. Pkw Autobahn: 130 km/h (Richtgeschwindigkeit). Caravan Straße: 80 km/h. Caravan Autobahn: 80 – 100 km/h. Wohnmobil bis 3,5 t: siehe Pkw. Wohnmobil über 3,5 t: Straße: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h. | Besondere Verkehrsbestimmungen: Promillegrenze: 0,5 ‰. Warnwestenpflicht. Bei Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schneefall ist auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Überholverbot bei Bussen mit eingeschaltetem Warnblinklicht, die sich einer Haltestelle nähern. Halten diese an der Haltestelle, darf nur in Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden. | Umweltzonen und Fahrverbote: Es gibt ca. 70 Umweltzonen. In diesen dürfen nur Fahrzeuge fahren, die mit einer entsprechenden Umweltplakette gekennzeichnet sind. Fahrverbote bestehen für Fahrzeuge der Schadstoffklassen 0, 1, 2 und 3. Die Regelung gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Weitere Informationen:  http://www.umweltplakette.de | Wichtig für den Camper: Einmaliges Übernachten außerhalb von Campingplätzen ist zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit (für ca. 10 Stunden) auf Straßen, Parkplätzen oder Raststätten erlaubt (wenn kein lokales Verbot). Dabei darf kein „Campingleben“ entstehen. | Rauchverbot in Restaurants und allen öffentlichen Räumen. | Sommerferien-Termine 2020: Baden-Württemberg: 30.07. – 12.09.Bayern: 27.07. – 07.09.Berlin: 25.06. – 07.08.Brandenburg: 25.06. – 08.08.Bremen: 16.07. – 26.08.Hamburg: 25.06. – 05.08.Hessen: 06.07. – 14.08.Mecklenburg-Vorpommern: 22.06. – 01.08.Niedersachsen: 16.07. – 26.08.Nordrhein-Westfalen: 29.06. – 11.08.Rheinland-Pfalz: 06.07. – 14.08.Saarland: 06.07. – 14.08.Sachsen: 20.07. – 28.08.Sachsen-Anhalt: 16.07. – 26.08.Schleswig-Holstein: 29.06. – 08.08.Thüringen: 20.07. – 29.08. | Automobil-Club: ADAC: Hansastr. 19, D-80686 München  http://www.adac.de | Camping-Club: DCC: Mandlstr. 28, D-80802 München  http://www.camping-club.de | Touristik: Deutsche Zentrale für Tourismus: Beethovenstr. 69, D-60325 Frankfurt  http://www.germany.travel/de

Über das Land:

Deutschland hat als Urlaubsziel in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen – angesichts der vielfältigen, reizvollen Landschaften und des kulturellen Reichtums ist dies nicht überraschend. Deutschland lässt sich vereinfacht in drei größere Naturräume unterteilen: das Norddeutsche Tiefland mit der Nord- und Ostseeküste, die Mittelgebirge mit dem Übergang in das Süd deutsche Schichtstufenland und die Alpen mit ihrem Vorland. Zwischen den Küsten von Nord- und Ostsee und den Mittelgebirgszügen erstreckt sich das Norddeutsche Tiefland, dessen heutige Gestalt während der Eiszeiten entstand. Mächtiges Inlandseis aus dem skandinavischen Raum stieß damals Richtung Süden bzw. Südwesten vor und lagerte beträchtliche Schutt- und Geröll massen ab. Durch diese eiszeitlichen Bewegungen und die darauf folgenden Überflutungen entwickelten sich für die Ostseeküste typische Merkmale wie die Förden – Meeresbuchten, die aus einstigen Schmelzwasserrinnen und Gletscherzungenbecken hervorgingen – und die Bodden, weite, seichte Buchten, welche aus Überflutungen entstanden. An der Nordsee prägen Ebbe und Flut das Landschafts bild. Die Gezeiten ließen eine Wattenküste mit den vorgelagerten Nord- und Ostfriesischen Inseln entstehen. Doch nicht nur die Küsten selbst, sondern auch ihr jeweiliges Hinterland ist sehenswert. An der Nordsee dringen die Mündungen von Elbe, Weser und Emstrichterförmig tief in das Festland ein. Angeschwemmter, verfestigter Sand und Schlick bildet die Grundlage für die fruchtbaren Marschen im flachen Küstensaum und entlang der Flussmündungen. Weniger fruchtbar ist hingegen die Geest, eine wellige, durch Sand und Kiesablagerungen entstandene Landschaft mit feuchten Niederungen und Mooren. Hinter der Ostseeküste liegen so malerische Gebiete wie das schleswigholsteinische Hügelland, die Seenplatten in der Holsteinischen Schweiz und in Mecklenburg sowie im Märkischen Tiefland das Oderbruch, das Havelland und der Spreewald. Im Süden wird das Norddeutsche Tiefland von einem Streifen fruchtbarer Börden und Tieflandsbuchten mit Lössböden abgeschlossen. Zu den bekanntesten Tieflandsbuchten zählen die Niederrheinische und Westfälische Bucht, die Soester und die Magdeburger Börde sowie die Leipziger Tieflandsbucht. 

Die Mittelgebirge mit einer Höhe von 450-1000 m beginnen südlich der Norddeutschen Tiefebene. Sie erstrecken sich ca. 400 km in südlicher Richtung bis zur Donau. Ihre landschaftlichen Reize machen zum einen die Mischung aus bewaldeten Höhenzügen und fruchtbaren Becken aus. Zum anderen schnitten der Rhein, die Weser, die Elbe und die Donau mit ihren Nebenflüssen tiefe Durchbruchstäler in die Mittelgebirge. Besonders in der Eifel, im Westerwald, im Hessischen Bergland, im Sauerland, im Thüringer Wald, im Harz und im Schwarzwald setzen zahlreiche Naturseen und Talsperren weitere Glanzpunkte. Den buchstäblich »überragenden« südlichen Abschluss Deutschlands bilden die imposanten Alpen. Ihr Vorland präsentiert sich als abwechslungsreiche Hügel- und Flusslandschaft. An den Rändern der Täler von Donau, Iller, Lech, Isar und Inn bildeten sich größere Feuchtgebiete wie das Donaumoos, das Donauried oder das Erdinger Moos. Im südlichen Alpenvorland entstanden aus eiszeitlichen Vorgängen ähnliche Oberflächenformen wie in Norddeutschland: Moränenzüge wurden geformt, und aus tiefen Gletscherzungenbecken wurden nach dem Schmelzen der Eismassen Seen wie der Ammersee, der Starnberger See und der Chiemsee. In den Alpen beeindrucken schmale Grate, steile Felswände und mächtige Gletscher.

Hier findet man mit der Zugspitze (2968 m) auch den höchsten Berg Deutschlands. Viele dieser reizvollen Gebiete wurden, um ihren ökologisch hohen Stellenwert zu würdigen, als Nationalparks und Biosphärenreservate ausgewiesen. Des Weiteren gibt es in Deutsch land ca. 80 Naturparks sowie viele Natur- und Landschaftsschutzgebiete unterschiedlicher Größe. Dass sich in der langen, wechselvollen Geschichte Deutschlands großartige Kunst- und Kulturschätze angesammelt haben, bietet auch heute noch die Möglichkeit, bei der Besichtigung bedeutender Städte und Denkmäler Geschichte hautnah zu erleben. Vor allem Metropolen wie Berlin, München, Frankfurt oder Hamburg locken besonders viele Touristen an. Wer auch kleinere, nicht weniger reizvolle Orte kennenlernen möchte, erreicht diese auf den zahlreichen touristischen Routen, die – jeweils unter einem bestimmten Aspekt – die wichtigsten Orte verbinden.

Liebhabern von Küste und Meer bieten sich entlang der Grünen Küstenstraße und der Nordostdeutschen Hansestraße attraktive Ziele. Von der Insel Rügen zum Bodensee führt die Deutsche Alleenstraße, entlang an alten, unter besonderem Schutz stehenden, aber auch neu angelegten Baumstraßen und mit Zwischenstopps in sehenswerten Städten und Regionen. »Märchenhaftes« erlebt man entlang der Deutschen Märchenstraße, die sowohl zu den Wirkungsstätten der Brüder Grimm, aber auch zu Schauplätzen von Sagen und Legenden zwischen Bremen und Hanau am Main führt. Ebenfalls »sagenhaft« ist eine Fahrt auf der Nibelungen- und Siegfriedstraße. Liebhaber erlesener Tropfen werden einer Tour auf der Deutschen Weinstraße durch das größte deutsche Weinbaugebiet zwischen Pfälzer Wald und Rheinebene nicht abgeneigt sein. Auf historischen Spuren wandelt man auf der Straße der Kaiser und Könige, auf der Burgenstraße und auf der Romantischen Straße, die in malerische Städte wie Würzburg, Rothenburg o.d. Tauber, Dinkelsbühl, Augsburg und Füssen führt. Großartige Landschaften und einzigartige Kulturdenkmäler reihen sich an der Schwarzwald-Hochstraße und -Tälerstraße, der Schwäbischen Albstraße, der Oberschwäbischen Barockstraße und der Deutschen Alpenstraße aneinander. An alte Handwerkszweige erinnern Routen wie die Sächsische Silberstraße, die Kannenbäckerstraße im Westerwald, die an den Abbau und die Verarbeitung von Ton erinnert, sowie die Glas- und die Porzellanstraße, die traditionsreiche Produktionsstätten dieser feinen Materialien verbinden.

Viele neue Eindrücke machen bekanntlich hungrig und durstig, und auch an kulinarischen Köstlichkeiten fehlt es in Deutschland nicht. Für Fans von Wurstspezialitäten ist Deutschland ein wahres Paradies – unter ca. 1500 Sorten hat jede Region ihre eigene Spezialität. Aus Thüringen stammen die Rotwurst und die Rostbratwurst, rund um Kassel genießt man die Leberwurst, und auf dem schwäbischen Abendbrottisch findet man die würzige Schwarzwurst. Beliebt als Imbiss ist die Currywurst. Weitere berühmte Gerichte sind Grünkohl mit Pinkel, einer pikanten Grütz wurst mit Speck aus Niedersachsen, und der legendäre Pfälzer Saumagen. Besonders fein schmecken auch der Schwarzwälder Schinken und der über Buchen- und Eschenspänen gerauchte Ammerländer Schinken. Fast ebenso groß wie die Auswahl bei der Wurst ist das Angebot beim »Darunter«: Über 300 Sorten Brot und ca. 1200 verschiedene Klein- und Feingebäcke werden in den Bäckereien verkauft – vom dunklen Holsteiner Katenbrot über das kernige »Pumpernickel« bis zum Frankenlaib und zum Schwarzwälder Brot mit seiner knusprigen, aufgesprungenen Kruste. Daneben gibt es viele Sorten von Brötchen und natürlich die berühmte Laugenbrezel. Fleisch kommt in allen deutschen Regionen gerne auf den Teller. An den Küsten, aber auch an den Flüssen und Seen stehen natürlich vorallem Fisch und Meeresfrüchte auf der Speisekarte – vom Fischbrötchen als schneller Snack über Rollmöpse, diverse Fischsuppen bis hin zu Köstlichkeiten wie Finkenwerder Scholle, Miesmuscheln auf rheinische Art, fränkischem Karpfen und Forellenvariationen und natürlich Helgoländer Hummer.

Die beliebteste Beilage zu allen Gerichten ist die Kartoffel – ob als Salz- oder Pellkartoffel, als Püree, als Kloß, gebraten oder als Gratin. Doch auch andere Beilagen wie schwäbische Spätzle oder deftige Knödel sollte man probieren. Als Begleitung zu diesen Leckerbissen empfehlen sich die vielfältigen Biere, edle Weine aus den verschiedensten Anbaugebieten und als Verdauungshilfe nach dem Essen ein Gläschen Schnaps – ob ein kräftiger Korn aus dem Norden oder ein »Obstler« in südlichen Regionen. Gesundheitsbewusste erfrischen sich mit einem Mineralwasser aus einer der über 500 Quellen in Deutschland.

Dass man Feste feiern soll, wie sie fallen, gilt auch in Deutschland. Aus alten Traditionen entstanden Feste, die bis heute bewahrt wurden. Bei Volksfesten wie dem Dürkheimer Wurstmarkt, beim Bremer Freimarkt oder beim Münchner Oktoberfest, dem größten Volksfest der Welt, stehen zünftige Stimmung und kulinarische Genüsse im Vordergrund. Bei historischen Stadtfesten bilden häufig Umzüge in originalgetreu gestalteten Kostümen den Höhepunkt. An kirchlichen Feiertagen wie Pfingsten oder Himmelfahrt finden Wallfahrten oder Kirchweihen statt. Besonders festlich erstrahlen die Städte im Glanz der Weihnachtsmärkte.